Besuch der I71 bei AUNDE Achter& Ebels

Am Freitag, dem 29.03.2019 besuchten die Schüler und Lehrerinnen der Berufsschulklasse I71 das Textilunternehmen „AUNDE Achter & Ebels“ in Mönchengladbach. Dabei sollten die angehenden Industriekaufleute exklusive Einblicke in die Produktion und Wertschöpfungskette erhalten.

Zu Beginn präsentierten vier Auszubildende das bereits 1899 gegründete Unternehmen. Angefangen hat die Geschichte von AUNDE Achter & Ebels als Tuchfabrik mit acht Webstühlen in der Alsstraße in der Innenstadt von Mönchengladbach. Acht Jahre später erfolgte der Umzug an den jetzigen Standort nach Waldhausen in die Waldnieler Straße, ehe 1920 mit Opel der erste Kunde aus der Automobilindustrie gewonnen werden konnte.

Mittlerweile ist AUNDE Achter & Ebels ein Teil der international agierenden „AUNDE Group“ mit Hauptsitz in Mönchengladbach. Deren Ziel ist es, das komplette Interieur für die Automobilindustrie mit den drei Marken AUNDE, ISRI und Fehrer abzudecken.



Neben der Historie gaben die Auszubildenden auch einen Ausblick in die Zukunft: Am jetzigen Standort wird ab Ende 2019 ein hochmoderner Neubau entstehen, sodass AUNDE Achter & Ebels in Mönchengladbach noch stärker präsent wird.

Nach der Präsentation wurde den Besuchern bei einer Betriebsführung die gesamte Produktion vom Garneingang bis zur versandfertigen Ware gezeigt.

Dementsprechend erklärte der Betriebsleiter Emmanuil Ntzemos zunächst die Vorgänge in der Schärerei, wo bis zu 440 Garnspulen auf ein Gatter gesteckt und manuell angeknotet werden. Dort entsteht die sogenannte Kette, welche im weiteren Verlauf in der Weberei in die Webmaschine eingelegt wird. In der Weberei entsteht nun eine textile Fläche, indem der „Schuss“ von der Seite eingetragen wird.

Anschließend wird die Ware gewaschen und ausgerüstet. In diesem Prozess stellt man sicher, dass die Ware thermofixiert wird, um die von der Automobilindustrie geforderten Eigenschaften sicherzustellen.

Im letzten Fertigungsschritt wird das Textil kaschiert. Die Rückseite der Webware wird dabei mit anderen Materialien wie Schaum oder Vlies und mit Rundstrickware verklebt.



Bevor die Ware das Betriebsgelände verlässt, wird in der Endkontrolle jeder einzelne Meter geprüft.

Nach der Rundführung konnten die Besucher bei einem Quiz selbst aktiv werden und Fragen zum Unternehmen beantworten. Abgerundet wurde der Tag durch ein gemeinsames Mittagessen, bei dem die Erkenntnisse des Tages ausgewertet wurden.

Die Teilnehmer waren sich am Ende einig, dass der exklusive Blick hinter die Kulissen der textilen Welt hochinteressant, für manchen vielleicht auch in seiner Komplexität überraschend war. Wer dabei war, wird möglicherweise heute Textilien mit anderen Augen betrachten.


B. Braam

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