Kochen verbindet

Kochen verbindet
 
Dass Liebe durch den Magen geht, ist ja allgemein bekannt. Aber auch andere Dinge fallen bei einem leckeren Essen leichter – etwa, sich kennenzulernen oder miteinander ins Gespräch zu kommen. Schon seit einiger Zeit hat Herr Kleine daher in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kollegen etabliert, dass die neu an unsere Schule kommenden Klassen im Bereich der kaufmännischen Assistenten für Informationsverarbeitung bei einem gemeinsamen miteinander ins Gespräch kommen, sich besser kennenlernen und so besser als Klassengemeinschaft zusammenwachsen. 
 
 
In diesem Jahr bekam das Projekt noch einen neuen Dreh: Gemeinsam mit unserer Schulsozialarbeiterin Rebecca de Rijk wollte Herr Kleine nicht nur eine Klasse intern näher zusammenbringen, sondern auch Vorbehalte und Vorurteile gegenüber Zuwanderern abbauen und Integration bewusst leben, wie es so oft in der Öffentlichkeit gefordert wird. Zu diesem Zweck holten die beiden Initiatoren für das Kochprojekt nicht nur die Klasse AS81, sondern gleich noch die Bildungsgangleiterin Frau Kölble-Braun sowie die Internationale Förderklasse 71 mit dem Klassenlehrerteam Frau Böhmer und Herr Odenkirchen mit ins Boot. Schließlich gibt es an unserer Schule schon seit mehreren Jahren die mit „IFK“ abgekürzten Förderklassen, in denen zugewanderte Schülerinnen und Schüler vor allem die deutsche Sprache erlernen sollen. Der Kontakt der IFKs mit den anderen Bildungsgängen kam in der Vergangenheit jedoch häufig noch zu kurz, was sich durch das Projekt ändern sollte. 
 
 
Kurzerhand wurden Rezepte von beiden Klassen gesammelt, um die unterschiedlichen Küchen besser kennenzulernen: Von „urdeutschen“ Gerichten wie Linsensuppe über eine afrikanische Reispfanne bis hin zu arabischem Couscous-Salat kam am Ende ein buntes Potpourri heraus, das auch die Vielfalt unserer Schülerinnen und Schüler widerspiegelt.
 
Nach einigen Vorbereitungen ging es dann am Jahresende auf zur Küche des Mönchengladbacher Volksvereins, wo die Schülerinnen und Schüler in gemischten Teams die internationalen Gerichte gemeinsam zubereiteten. Wert gelegt wurde dabei vor allem auf die Durchmischung der Teams – in jedem Team waren sowohl AS- als auch IFK-Schülerinnen und Schüler, so dass schnell die Möglichkeit zu Gesprächen aufkam. Unterschwellige Vorbehalte, z.B. die Frage eines Schülers, ob die IFK-Schüler denn überhaupt Deutsch verstehen oder nur Arabisch sprechen, kamen dabei zwar auf den Tisch, wurden aber schnell ausgeräumt – und trotz kleiner Sprachbarrieren an der einen oder anderen Ecke zeigten sich dann auch schnell die Gemeinsamkeiten, z.B. das Interesse am Fußball. 
 
 
So blieb am Ende – nachdem die vielfältigen Gerichte gegessen und das Aufräumen erledigt war – bei allen Beteiligten die Erinnerung an einen gelungenen Tag zurück, an dem vielleicht ja auch die ersten zarten Bande für Freundschaften über die Klassen hinaus geknüpft wurden. 
 
 
Schülerstimmen:
 
„Das Kochen ist für mich ein schönes Erlebnis gewesen. Wir haben dadurch viel über die anderen Kulturen gelernt. Wir haben erfahren, wie die Anderen nach Deutschland gekommen sind und warum. Außerdem haben wir Gerichte der anderen Länder kennengelernt.“
 
„Meiner Meinung nach war es eine schöne Aktion mit Schülern aus einer anderen Kultur zu kochen, man hat sich gut verstanden und das Essen war lecker. Ein schöner Ausflug, den man nicht alle Tage hat.“
 
„Ich fand das Kochen sehr gut, da wir durch die Teamarbeit noch besser zusammengewachsen sind. Außerdem fand ich es sehr gut, dass die Lehrer sich auch in den Gruppen involviert haben. Ich fände es gut, wenn wir das öfter machen würden.“
 
„Die andere Klasse war sehr nett und wir haben zusammen viel Spaß gehabt.“
 
„Es war sehr lecker und außerdem haben wir viele Schüler kennengelernt.“
 
 
 
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