UNESCO-Global Citizenship: Das BKVGS auf der FAIR FRIENDS 2017

Am 10.09.2017 besuchten Vertreter des BKVGS-UNESCO-TEAMS die „FAIR FRIENDS 2017“. Dies ist die Messe für nachhaltige Lebensstile, Fairen Handel und gesellschaftliche Verantwortung. Im Focus stand der Besuch bei der „Engagement Global gGmbH“ und den zwei Ständen des NRW-Partnerlandes Ghanas.

Am Stand von „Engagement Global“ gab es ein Treffen mit dem Leiter der Engagement Global Außenstelle Düsseldorf, Herrn Andreas Hennig. Es wurde der aktuelle Stand der Projekte, die im Rahmen des „Konkreten Friedensdienstes“ in Ghana geplant, sind besprochen. Das nächste BKVGS-Ghana-Team absolviert seinen „Konkreten Friedensdienst“ vom 25.02.2018 bis zum 23.03.2018.



An den zwei Ständen des NRW-Partnerlandes Ghana konnten wir uns von den Erzeugnissen der „Afrocentric-Bamboo Initiative, Kumasi“ und der “Eco-Shoes Initiative, Kumasi“ überzeugen. Die Afrocentric-Bamboo Initiative produziert und vermarktet Bambus-Fahrräder und die “Eco-Shoes Initiative, Kumasi“ stellt Schuhe, Taschen, Sandalen, Hausschuhe und Geldbörsen her.

Wie wird aus Bambus ein Fahrrad? – Dies erfolgt in sieben Schritten:

  1. Den richtigen Bambus finden und schlagen: Bambus wächst in Ghana fast überall wild am Straßenrand. Aufgrund des Straßenverkehrs ist es eine ansträngende und nicht ungefährliche Arbeit, den Bambus zu schlagen.

  2. Der Bambus wird getrocknet. Der Bambus wird nach dem Schlagen aufwendig über mehrere Monate getrocknet. So wird er richtig fest und widerstandsfähig. 

  3. In der Rahmenlehre wird der Rahmen gebaut. Als nächstes werden die Bambusrohre so präpariert, dass sie optimal in die Einspannvorrichtung passen. Mit etwas Harz werden die Bambusrohre am Metall fixiert und über Nacht trocknet der Kleber, sodass alles fest sitzt.

  4. Umwicklung mit Hanfseilen: Der Rahmen sieht nun schon so aus, wie er später einmal aussehen soll, jedoch ist er noch lange nicht stabil genug. Deshalb werden die Stellen, an denen Bambus auf Aluminium stößt, gesondert mit Harz getränkt und mit Hanfseilen umwickelt.

  5. Grob- und Feinschliff: Nun geht es darum, den Rahmen optisch zu perfektionieren. Dafür wird der Rahmen in Handarbeit abgeschliffen.

  6. Montage der Anbauteile.

  7. Qualitätskontrolle: Anhand einer detaillierten Checkliste überprüfen die Mitarbeiter der Initiative die relevanten Qualitätsmerkmale.

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