Höhere Handelsschule

Eingangsvoraussetzungen

  • Fachoberschulreife mit oder ohne Qualifikation bzw. Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe
  • Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen
  • Erwartet werden mindestens befriedigende Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch als gute Ausgangsbasis für einen erfolgreichen Schulabschluss, sie sind jedoch nicht zwingend

Ziele der Höheren Handelsschule

Die Höhere Handelsschule vermittelt den schulischen Teil der Fachhochschulreife und berufliche Kenntnisse. Daher ist dieser Bildungsgang in besonderer Weise für diejenigen geeignet, die eine qualifizierte kaufmännische Ausbildung anstreben.

JahrgangsstufeBezeichnungAbschlüsse
12 Oberstufe Fachhochschulreife schulischer Teil (Fachabitur) und Berufliche Kenntnisse

Fächerkanon

Stundentafel  
Fächer Klasse 11 Klasse 12
Berufsbezogener Bereich    
Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen (BWR) 6 6
Volkswirtschaftslehre 2 2
Informationswirtschaft 6 6
Mathematik 3 3
Biologie 2 2
Englisch 3 3
2. Fremdsprache (Spanisch oder Französisch - nur, wenn gewünscht) (3) (3)
Berufsübergreifender Bereich    
Deutsch 3 3
Religionslehre 2 2
Sport 2 2
Politik 2 2
Profile    
Europa 4 4
Finanzdienstleistungen 4 4
Unternehmensmanagement 2 2
Zusatzqualifikation    
ECDL (Europäischer Computerführerschein) 1 1

Besonderheiten des Bildungsganges

Profilklasse: Finanzdienstleistungen
Wer Interesse daran hat zu erfahren, wie eine Finanzkrise entsteht, was Riester- Rente bedeutet oder wie man die eigene Einkommenssteuererklärung erstellt, für diejenigen ist die Profilklasse „Finanzdienstleistungen“ genau das Richtige. Im Fach Finanzdienstleistungen erwerben unsere Schüler/innen Kenntnisse über Versicherungs- und Bankgeschäfte sowie steuerrechtliche Grundlagen. Die Schüler/innen erhalten einen „Finanzführerschein“ und lernen das Börsen- und Bankenumfeld im Rahmen von Exkursionen kennen. Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz stellen wir Kontakte zu Finanzdienstleistern her. Die Profilklasse „Finanzdienstleistungen“ eignet sich besonders für diejenigen, die eine Ausbildung im Finanzdienstleistungssektor oder als Steuerfachangestellte/r anstreben.

Profilklasse: Europa mit Französisch als zweiter Fremdsprache

Wer immer schon einmal wissen wollte, wie in der EU Politik gemacht wird und wer gerne eine neue Sprache lernen möchte, für denjenigen ist die „Europaklasse“ zu empfehlen. Hier lernen unsere Schüler/innen Französisch wahlweise als fortgeführte Fremdsprache – nach vier Lernjahren - oder als neu einsetzende Fremdsprache ohne Vorkenntnisse. Zum Profil der Europaklasse gehören:

  • die Teilnahme am Austauschprojekt mit unserer Partnerschule in Südfrankreich
  • sowie fremdsprachliche Aktivitäten, z.B. Internetwettbewerb des Institut français und französisches Kinofestival (Cinéfête).

In Europakunde werden die Geschichte, Geographie, Kultur und Politik Europas thematisiert. Schüler/innen, die ein Auslandpraktikum anstreben, werden bei der Suche und Durchführung unterstützt. Am Ende der Jahrgangsstufe 12 erhalten unsere Schüler/innen ein Fremdsprachenzertifikat (DELF) auf unterschiedlichen Niveaustufen.

Profilklasse: Europa mit Spanisch als zweiter Fremdsprache

Spanisch wird in über 20 Ländern der Welt von mehr als 350 Millionen Menschen gesprochen, ist nach Englisch die gebräuchlichste Sprache in der internationalen Kommunikation. Viele Unternehmen, die wirtschaftliche Kontakte zu Spanien oder Lateinamerika haben, wissen um die zentrale Bedeutung der spanischen Sprache. In vielen Berufen ist sie Voraussetzung und somit wird das Erlernen dieser Sprache immer wichtiger. Deshalb unterstützen wir unsere Schüler/innen auch bei der Suche und der Durchführung von Auslandspraktika. Spanisch ist an unserem Berufskolleg ohne Vorkenntnisse zu erlernen. Zum Profil der Spanischklasse zählen:

  • Spanisch als Anfängerkurs (mit drei Wochenstunden)
  • Politik bilingual (eine Wochenstunde in der Oberstufe)
  • Erwerb interkultureller Kompetenzen
  • Vorbereitung auf das DELE – Sprachzertifikat
  • E-Mail-Projekt mit einer spanischsprachigen Schule
  • Besondere Förderung der mündlichen Kommunikationsfähigkeit

Profilklasse: Unternehmensmanagement

Die Schüler/innen können zwischen drei Modulen wählen und entscheiden sich gegebenenfalls für die Zusatzqualifikation „ECDL“.

Modul 1: Büromanagement

Vielleicht möchten Sie nach der Höheren Handelsschule eine Ausbildung im kaufmännischen/verwaltungstechnischen Bereich absolvieren? Dann sind Sie im Modul Büromanagement genau richtig. In einem 2-jährigen Kurs mit jeweils zwei Wochenstunden lernen Sie viele interessante Arbeitsabläufe kennen. Sie erwerben Kenntnisse im Bereich Ergonomie, Kommunikation, Beschaffung, Lager- und Personalwirtschaft. Sie erlangen die Fähigkeit, Geschäftsbriefe und den betriebsinternen Schriftverkehr zu unterscheiden und zu bearbeiten. Sie planen mögliche Geschäftsreisen und Veranstaltungen. Erworbene Zertifikate und Bescheinigungen bringen Sie Ihrem Wunsch nach einer kaufmännischen Ausbildung einen Schritt näher.

Modul 2: Globalisierung und Nachhaltigkeit

In diesem Modul werden wirtschaftliche Prozesse und ihre Wirkung auf natürliche Ressourcen untersucht. Es geht um das Wirkungsgeflecht aus menschlichem Handeln und natürlicher Umwelt. Beispielhaft ist das Thema der globalen Erwärmung zu nennen. Hier zeigt sich, dass wirtschaftliche Vorgänge globale Konsequenzen haben können. Neben dem Schwerpunkt des Klimawandels werden Themen wie die Globalisierung des Nahrungsmittelangebotes thematisiert und auch entwicklungspolitische Fragestellungen diskutiert. Inhaltlich können auch tagesaktuelle Themen aus den Bereichen Wirtschaft und Politik eingebunden werden.

Modul 3: Existenzgründung

Die Grundlagen zur Entwicklung einer Geschäftsidee bis hin zur Erstellung eines Businessplanes stehen bei diesem Modul im Vordergrund. Darüber hinaus nehmen die Schüler/innen an einer computergestützten Unternehmenssimulation teil. Die Schüler/innen arbeiten in Gruppen von vier bis sechs Mitgliedern im Vorstand eines mittelständischen Unternehmens mit einem Umsatz von ca. 25 Mio. Euro, welches sich den Markt mit weiteren vier Unternehmen teilt. Die Schüler/innen treffen Investitionsentscheidungen, berechnen die anfallenden Kosten, legen den Verkaufspreis fest, bestimmen die Höhe des Werbeetats, planen den Einkauf von Rohstoffen und Zubehör sowie die Anzahl der benötigten Mitarbeiter und erstellen einen Finanzplan. Über die erfolgreiche Teilnahme wird ein Zertifikat ausgestellt.

Zusatzqualifikation “ECDL“

Der Europäische Computerführerschein ist kostenpflichtig. Die Schüler/innen erwerben u. a. folgende Kenntnisse über:

  • sichere Nutzung von Computern und Mobilgeräten
  • im Internet surfen, E-Mails verschicken
  • kompetenter Umgang mit einem Tabellenkalkulationsprogramm wie Excel
  • sicheres Arbeiten mit Datenbanken wie Access
  • kompetente Bedienung von Präsentationssoftware wie Powerpoint
  • Schutz der Privatspähre und gespeicherter Daten vor Angriffen und Diebstahl
  • sichere und schnelle Zusammenarbeit mithilfe des Internets am Arbeitsplatz und in der Schule

ECDL ist ein internationaler Nachweis von Office-Computerkenntnissen. ECDL-Prüfungen können jederzeit erweitert werden. Der ECDL ist in 148 Ländern erhältlich und weltweit anerkannt. Schüler/innen mit ECDL-Zertifikat werden häufiger zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. .

Fachhochschulereife - und danach?

  • Der größte Teil der Schüler/innen strebt nach der Klasse 12 eine kaufmännische Ausbildung an. Mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife haben unsere Schüler/innen auf dem Ausbildungsmarkt sehr gute Chancen. In den letzten Jahren haben ca. 90 % dieses Ziel erreicht.
  • Wer zusätzlich zum schulischen Teil der Fachhochschulreife noch ein 16-wöchiges einschlägiges Praktikum absolviert, erlangt die volle Fachhochschulreife und ist berechtigt, ein Studium an einer Fachhochschule aufzunehmen. Knapp 10 % unserer Schüler/innen beginnen ein Studium an einer Fachhochschule, z. B. Betriebswirtschaftslehre.

Aufnahme

In die Höhere Handelsschule kann aufgenommen werden, wer die Fachoberschulreife besitzt oder die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Bei der Anmeldung sind folgende Unterlegen vorzulegen:

  • tabellarischer Lebenslauf
  • beglaubigte Kopie des letzten Schulzeugnisses

Bei Minderjährigen ist zusätzlich die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten auf dem Anmeldeformular erforderlich.

Für eine Anmeldung laden Sie bitte das zutreffende Anmeldeformular herunter. Eine persönliche Anmeldung ist erforderlich.



Download Anmeldeformulare

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